Der Europäische Einigungsprozess wird begleitet von der Frage nach einem europäischen Behindertenaus-weis, vergleichbar dem in der Bundesrepublik Deutschland bestehen-den Schwerbehindertenausweis.
Von den zuständigen Stellen der jeweiligen Länder wird immer wieder darauf hingewiesen, wie unter-schiedlich die einzelnen Bestimmungen und Maßnahmen zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderung in den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind.
Dennoch gibt es kleine, aber nicht unbeachtliche Schritte auf dem Feld der europäischen Sozialpolitik, die zu einheitlichen Regelungen für die Betroffenen in ganz Europa führen.
Im Bereich des Verkehrswesens wird die Einführung eines europäischen Parkausweises für behinderte Men-schen ein Schritt in die richtige Richtung sein.
Trotz unterschiedlicher Sozialsysteme sind die politisch Verantwortlichen und die Behörden, die für die Umsetzung der Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung in den Teilgebieten der Euregio zuständig sind, der Überzeugung, dass die Umsetzung einheitlicher Verbesserungen und Erleichterungen für Menschen mit Behinderung möglich ist.
So wurde auf einer Konferenz der in den beteiligten Regionen und Luxemburg für behinderte Menschen zuständigen Minister am 17. März 1999 eine Absichtserklärung unter-zeichnet, durch welche die Integration und Mobilität der Menschen mit Behinderung grenzüberschreitend gefördert werden soll.
Die politischen Vertreter der ver-schiedenen beteiligten Regionen ver-sprechen sich von dieser Initiative richtungsweisende Impulse für eine Verbesserung der Mobilität der Menschen mit Behinderung auf gesamteuropäischer Ebene. |
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Diese Verbesserungen und Erleich-terungen können sowohl die Nutzung von kulturellen, sportlichen oder touristischen Angeboten, wie auch von behinderten-gerechten, zugänglichen Infrastrukturen und auch die Nutzung von sonstigen Vergünstigungen betreffen.
Ein gleichberechtigter Zugang der betroffenen Bevölkerung hierzu, unab-hängig vom jeweiligen Wohnsitz, soll durch die Eurecard erreicht werden.
Dieses Vorhaben kommt den von den Behindertenverbänden verschiedener Regionen im Juli 2000 in Maastricht formulierten Empfehlungen für die Mobilität in der Euregio entgegen.
Die Euregio-Maas-Rhein hat schon mehrmals die Rolle der Vorreiter-Region für gesamteuropäische Initiativen über-nommen.
Unter Einbeziehung der rheinland-pfälzischen Landkreise Bitburg-Prüm und Daun hat sich eine grenzüberschreitende Großregion gebildet, die mit der Eurecard ein europäisches Modellprojekt mit dem Ziel startet, die grenzüberschreitende Mobilität für Menschen mit Behinderung entscheidend zu verbessern.
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